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Die Grundsätze

Persönliche Arbeit

Die persönlichen Arbeiten sind einfache Übungen, leicht durchzuführen und zu vermitteln, die Menschen helfen sich innerlich neu zu orientieren, Kraft und Selbstwertgefühl zu gewinnen, sich zu öffnen, zu kommunizieren und sich mit sich selbst und anderen zu versöhnen. Ausserdem lernen wir alltägliche Situationen, in denen wir leben, zu verändern und so die Zukunft für ein neues Leben zu öffnen.
Es gibt verschiedene Arten von persönlichen Arbeiten, von Meditationen bis hin zu Spielen ähnelnden Übungen, die alle in Gruppen durchgeführt werden.
Die persönliche Arbeit findet normalerweise am Anfang der wöchentlichen Versammlungen der Humanistischen Bewegung statt oder in speziellen Workshops.

 

Die Grundsätze der gültigen Handlung

1. Grundsatz der Anpassung
"Wenn man sich der Entwicklung der Dinge entgegenstellt, geht man gegen sich selbst vor."

2. Grundsatz der Wirkung und der Gegenwirkung
"Wenn du etwas zu erzwingen versuchst, so erzeugst du das Gegenteil."

3. Grundsatz der angebrachten Handlung
"Widersetze dich nicht einer großen Kraft. Weiche zurück, bis sie schwächer wird, dann aber gehe mit Entschlossenheit voran."

4. Grundsatz der Proportion
"Es ist gut, wenn die Dinge zusammen und nicht vereinzelt wirken."

5. Grundsatz der Zufriedenheit
"Wenn für dich Tag und Nacht, Sommer und Winter gleich gut sind, dann hast du die Widersprüche überwunden."

6. Grundsatz des Genusses
"Wenn du dem Vergnügen nachjagst, fesselst du dich ans Leiden. Solange du jedoch deiner Gesundheit nicht schadest, genieße unbefangen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet."

7. Grundsatz der unmittelbaren Handlung
"Wenn du einem Ziel nachjagst, machst du dich unfrei. Wenn du allem, was du tust, so nachgehst, als ob es ein Ziel in sich selbst wäre, befreist du dich."

8. Grundsatz der verstandenen Handlung
"Deine Konflikte werden dann verschwinden, wenn du sie aus ihrem letzten Grund heraus verstehst, und nicht, indem du sie lösen willst."

9. Grundsatz der Freiheit
"Wenn du den anderen schadest, bleibst du unfrei. Solange du aber anderen nicht schadest, kannst du in Freiheit tun, was immer du magst."

10. Grundsatz der Solidarität
"Wenn du andere so behandelst, wie du selbst behandelt werden möchtest, befreist du dich."

11. Grundsatz über die Ablehnung der Gegensätze
"Es kommt nicht darauf an, auf welche Seite dich die Ereignisse gestellt haben. Wichtig ist für dich, zu begreifen, daß du selbst keine Seite gewählt hast."

12. Grundsatz über die Ansammlung der Handlungen
"Die widersprüchlichen oder einheitlichen Handlungen sammeln sich in dir an. Wenn du deine Handlungen innerer Einheit wiederholst, kann dich nichts mehr aufhalten."

 




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1. Grundsatz der Anpassung

"Wenn man sich der Entwicklung der Dinge entgegenstellt, geht man gegen sich selbst vor."

Wir wollen damit sagen, dass die Sachen, denen wir uns nicht widersetzen sollen, jene sind, die unvermeidlich sind.
Wenn die Menschen z.B. geglaubt hätten, dass Krankheiten nicht zu vermeiden sind, dann hätte die Medizin niemals Fortschritte erzielt. Dank der Notwendigkeit, Probleme anzugehen und der Möglichkeit, sie zu lösen, entwickelt sich die Menschheit weiter. So betont dieser Grundsatz, dass, wenn man im voraus den Ausgang eines Ereignisses weiß, die richtige Haltung darin besteht, es so gut wie möglich zu akzeptieren und zu versuchen, auch aus dem Nachteiligen Nutzen zu ziehen.
Wenn wir Augenblicke unseres Lebens untersuchen, in denen wir diesen Grundsatz noch nicht kannten und deshalb entgegengesetzt handelten, werden wir die Vorteile seiner künftigen Anwendung verstehen.

 

 



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2. Grundsatz der Wirkung und der Gegenwirkung

"Wenn du etwas zu erzwingen versuchst, so erzeugst du das Gegenteil."

Wenn wir von unvernünftigen Impulsen angetrieben werden und auf etwas Druck entgegen sein eigenes Verhalten ausüben, werden wir beobachten, dass es vielleicht unseren Forderungen nachgibt. Als Folge werden jedoch früher oder später Wirkungen auftreten, die wir nicht herbeiführen wollten.
Der Mensch formt Ereignisse, gibt den Sachen eine Richtung und tendiert dazu, Pläne zu schmieden und sie durchzuführen. Insgesamt gesehen richtet er sich auf Ziele aus. Da stellt sich nun die Frage: Wie geht er auf seine Ziele zu? Wie gibt er anderen die Lösung eines Problems zu verstehen? Mit Gewalt oder durch Überzeugung? Wenn er mit Gewalt vorgeht, wird es gleich oder später zu einer Reaktion kommen. Wenn er sie überzeugt, werden sich die Kräfte früher oder später addieren.
Viele denken: "Der Zweck heiligt die Mittel." Infolgedessen üben sie mit ihrem Handeln Druck auf ihre Umwelt aus und erzielen dabei oft erfolgreiche Resultate. In einem solchen Fall kommt die Schwierigkeit erst später. Das Ziel ist zwar erreicht worden, jedoch lässt es sich nicht ¸ber lange Zeit hinweg aufrechterhalten.
Der Grundsatz, den wir gerade behandeln, bezieht sich auf zwei verschiedene Situationen. In der einen erreicht man das angestrebte Ziel, aber die Konsequenzen sind den erwarteten entgegengesetzt. In der anderen kommt es durch das Erzwingen von Situationen zu ungünstigen Rückschlägen.

 

 



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3. Grundsatz der angebrachten Handlung

"Widersetze dich nicht einer großen Kraft. Weiche zurück, bis sie schwächer wird, dann aber gehe mit Entschlossenheit voran."

Dieser Grundsatz empfiehlt uns nicht, vor kleinen Unannehmlichkeiten oder vor Problemen zurückzuweichen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Man soll gemäß diesem Grundsatz nur vor unüberwindbaren Kräften zurückweichen, die bei einer Konfrontation zweifellos unsere Kräfte überfordern würden. Das Zurückweichen vor kleinen Schwierigkeiten schwächt die Leute, es macht sie kleinmütig und furchtsam. Das Standhaltenwollen angesichts großer Kräfte macht die Leute anfällig für alle Arten von Fehlschlägen und Missgeschicken.
Das Problem taucht auf, wenn man nicht im voraus weß, ob man selbst oder die Schwierigkeiten stärker sind. Das muss man herausfinden, indem man "probeweise" handelt, d.h. kleine Konfrontationen zu machen, welche die Situationnicht vollkommen gefährden und die einen Spielraum lassen, die Haltung zu ändern, falls die Situation ausser Kontrolle gerät. Früher sprach man von Klugheit. Diese Vorstellung stand dem, was wir erklären, sehr nah.
Da gibt es noch einen anderen Punkt: Wann soll man voranschreiten? Zu welchem Zeitpunkt hat die Schwierigkeit ihre Kraft verringert bzw. zu welchem Zeitpunkt haben wir an Kraft gewonnen? Hier gilt der gleiche Grundsatz des "probeweisen" Handelns, d. h. man unternimmt von Zeit zu Zeit kleine, nicht endgültige Versuche.
Wenn die Kraft auf unserer Seite steht und sich die Schwierigkeiten verringert haben, soll man uneingeschränkt voranschreiten. In einer solchen Situation Reserven aufsparen zu wollen, hieße den Sieg zu gefährden, weil man nicht mit aller zur Verfügung stehenden Energie vorwärtsgeht.

 

 



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4. Grundsatz der Proportion

"Es ist gut, wenn die Dinge zusammen und nicht vereinzelt wirken."

Das heißt, wenn wir von einem Ziel angetrieben unser ganzes Leben durcheinanderbringen, dann wird die Erreichung des gewünschten Resultats zahlreichen "Unglücksfällen" unterliegen, und selbst wenn man es erreicht, wird es bittere Folgen haben.
Wenn wir, um Geld oder Ansehen zu erreichen, unsere Gesundheit gefährden, unsere Lieben opfern, andere Werte vernachlässigen usw., dann kann es sein, dass solche "Unglücksfälle" dazwischenkommen, so dass wir das angestrebte Ziel nicht erreichen. Andererseits kann es sein, dass wir das Ziel zwar erreichen, aber nicht mehr genügend gesund sind, um es zu genießen, oder keine Freunde mehr haben, um es mit ihnen zu teilen, und auch keine anderen Werte mehr haben, die unserem Leben noch einen Sinn geben könnten.
"Es ist gut, wenn die Dinge zusammen wirken", und das ist so, weil unser Leben eine Gesamtheit ist, die ein Gleichgewicht und eine richtige Entwicklung braucht, nicht etwa Teillösungen. Auch wenn einige Dinge natürlich wichtiger sind als andere, müsste jede Person einen Wertmaßstab haben, damit das Erst-, Zweit- und Drittrangige sich in dieser Proportion ergibt. Mit der Kraft, die für jede Sache entsprechend der für sie festgelegten Bedeutung eingesetzt wird, werden sich alle Dinge in einer wirklichen Gesamtheit entwickeln.

 

 



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5. Grundsatz der Zufriedenheit

"Wenn für dich Tag und Nacht, Sommer und Winter gleich gut sind, dann hast du die Widersprüche überwunden."

Dieser Grundsatz hebt im übertragenen Sinn die Gegensätzlichkeit der Zustände hervor. Jedoch kann eine solche Gegensätzlichkeit ausgeglichen werden, wenn man den Gesichtspunkt bezüglich des Problems verändert.
Die starke Hitze des Sommers lässt einen kompensatorisch an die Kälte des Winters denken und umgekehrt. Jede schwierige Lage bewirkt ein Wachrufen oder eine Vorstellung der entgegengesetzten Situation. Wenn man sich jedoch in dieser befindet, stellt sich die Unzufriedenheit erneut ein. Folglich führt uns der Drang, eine Situation zu kompensieren, zum entgegengesetzten Punkt.
Dort, wo das Leiden auftaucht, setzt sich die Kompensation in Bewegung, jedoch wird das Leiden deshalb nicht überwunden.
Jemand, der sich an einem bestimmten Sinn des Lebens orientiert, hat eine ganz andere Einstellung und ein anderes Verhalten gegenüber Schwierigkeiten. Wenn jemand glaubt, dass sein Leben einen Sinn hat und dass alles, was ihm widerfährt, seinem Lernprozess und seiner Vervollkommnung in dieser Richtung dient, dann wird er die Probleme, die sich ihm stellen, nicht kompensatorisch zu umgehen versuchen, sondern er wird sie vielmehr auf sich nehmen und dabei auch in ihnen einen Nutzen entdecken. Die Kälte des Winters wird dann nützlich sein, und auch die Wärme des Sommers, und wenn das eine oder das andere auftaucht, wird diese Person sagen: "Worin besteht die Gegensätzlichkeit der Jahreszeiten, wenn mir doch beide dienen?"

 

 



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6. Grundsatz des Genusses

"Wenn du dem Vergnügen nachjagst, fesselst du dich ans Leiden. Solange du jedoch deiner Gesundheit nicht schadest, genieße unbefangen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet."

Dieser Grundsatz kann beim ersten Durchlesen schockierend wirken, weil man denkt, er sage folgendes: "Genieße, auch wenn du dabei anderen schadest, die einzige Grenze ist deine persönliche Gesundheit." Aber das wird nicht ausgesagt. Vielmehr wird dargelegt, dass es unvernünftig ist, der Gesundheit aufgrund übertriebener oder direkt schädlicher Vergnügungen zu schaden. Ausserdem wird betont, dass die von Vorurteilen herrührende Ablehnung des Vergnügens Leiden erzeugt und dass es ebenfalls schädlich ist, dem Vergnügen unter Gewissenskonflikten nachzugehen. Letztendlich ist die grundlegende Idee folgende: Nicht dem Vergnügen nachjagen, sondern es einfach ausleben, wenn es sich bietet. Denn das Objekt des Vergnügens zu suchen, wenn es nicht da ist, beziehungsweise es abzulehnen, wenn es auftaucht, sind immer Handlungen, die von Leiden begleitet werden.
Diesen Grundsatz (ebenso wie alle anderen) sollte man nicht aus dem Zusammenhang mit den anderen Grundsätzen herauslösen und auch nicht so auslegen, dass er den anderen widerspricht. So gibt es einen anderen Grundsatz, der lautet: "Wenn du andere so behandelst, wie du selbst behandelt werden möchtest, befreist du dich." Also verändert sich der Sinn, wenn man die Gesamtheit und nicht einen isolierten Grundsatz praktiziert.

 

 



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7. Grundsatz der unmittelbaren Handlung

"Wenn du einem Ziel nachjagst, machst du dich unfrei. Wenn du allem, was du tust, so nachgehst, als ob es ein Ziel in sich selbst wäre, befreist du dich."

Dieser Grundsatz bringt uns bei, dass wir aus jeder mittleren Etappe, die uns zum Erlangen eines Zieles führt, Nutzen ziehen können.
Es sagt uns nicht, dass es keine Ziele geben soll, da die Planung jeder Tätigkeit aufgrund von Zielen erfolgt.
Es wird erklärt, dass auf dem Weg zu einem Ziel alle Schritte, die zum Ziel führen, auf die positivste Weise zu betrachten sind. Anderenfalls erzeugt jede dem Ziel vorhergehende Tätigkeit Leiden, und so verliert das Ziel an Sinn, selbst wenn man es erreicht, betrachtet man den hohen Preis, den jeder vom Leiden begleitete Schritt gekostet hat.

 

 



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8. Grundsatz der verstandenen Handlung

"Deine Konflikte werden dann verschwinden, wenn du sie aus ihrem letzten Grund heraus verstehst, und nicht, indem du sie lösen willst."

Dieser Grundsatz fordert uns auf, Improvisationen zu vermeiden, die durch unvernünftige Impulse ausgelöst werden. Dies besagt nicht, dass man gegenüber einem Problem nicht handeln soll, sondern dass das Handeln vom Verständnis begleitet werden muss.
Viele Menschen werden, wenn sie einem Konflikt gegenüberstehen, durch innere Unruhe und Befürchtungen dazu getrieben, sich auf die Lösung zu stürzen, ohne die Wurzel des Konflikts zu verstehen. Dadurch wird das Problem noch komplizierter und verursacht in einer endlosen Kette neue Probleme.

 

 



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9. Grundsatz der Freiheit

"Wenn du den anderen schadest, bleibst du unfrei. Solange du aber anderen nicht schadest, kannst du in Freiheit tun, was immer du magst."

Zuerst wird hier erläutert, dass als Folge davon, dass ich anderen
Probleme bereite, sie mir ebenfalls Probleme bereiten werden. Dann wird erklärt, dass es keinen Grund gibt, nicht das zu machen, was man will, solange man damit niemandem schadet.

 

 



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10. Grundsatz der Solidarität

"Wenn du andere so behandelst, wie du selbst behandelt werden möchtest, befreist du dich."

Dieser Grundsatz hat weitreichende Folgen, weil er zu einer Öffnung und einer positiven Kommunikation mit anderen Menschen führt. Wir wissen, dass die Verschlossenheit in sich selbst mehr oder weniger schwere Probleme mit sich bringt. Der sogenannte Egoismus ist ein Problem, das auf Verschlossenheit und Kommunikationsmangel zurückzuführen ist.
Dieser Grundsatz misst dem positiven Zugehen auf andere Menschen große Bedeutung bei und ergänzt somit den vorhergehenden Grundsatz, der empfiehlt, "anderen nicht zu schaden". Es liegt aber doch ein großer Unterschied zwischen beiden Grundsätzen.

 

 



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11. Grundsatz über die Ablehnung der Gegensätze


"Es kommt nicht darauf an, auf welche Seite dich die Ereignisse gestellt haben. Wichtig ist für dich, zu begreifen, daß du selbst keine Seite gewählt hast."

Hier wird nicht gesagt, dass jede Position aufgegeben werden soll. Vielmehr wird vorgeschlagen, dass man die Lage, in der man sich befindet, als das Ergebnis nicht selbstgewählter Faktoren betrachtet: Gesellschafts-, Erziehungs-, Umwelteinflüsse usw. Diese Haltung bewahrt uns vom Fanatismus und ermöglicht uns gleichzeitig, die Standpunkte oder Positionen, die andere Personen einnehmen, zu verstehen. Offensichtlich trägt diese Art, die Probleme der "Positionen" zu betrachten, zur Freiheit des Geistes bei und ermöglicht somit, eine brüderliche Brücke zu anderen Menschen zu schaffen, auch wenn diese nicht mit meinen Ideen übereinstimmen oder sich ihnen anscheinend entgegensetzen.
Obwohl dieser Grundsatz auf die fehlende Freiheit in Situationen, an deren Entstehung man nicht beteiligt war, hinweist, betont er auch, daß man die Freiheit hat, die dazugehörenden Gegensätze als solche abzulehnen. Mit anderen Worten: Ich habe nicht gewählt, groß oder klein, dick oder dünn, schwarz oder weiß zu sein. Wenn diese Eigenschaften im Gegensatz zu anderen Personen stehen, die ebensowenig ihre Situation wählten, so habe ich die Freiheit, diesen Gegensatz abzulehnen. Ich habe weder die Großen noch die Kleinen, weder die Dicken noch die Dünnen, weder die Weißen noch die Schwarzen erfunden, und darum verneine ich jegliche Bedeutung dieser Gegensätze.

 

 



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12. Grundsatz über die Ansammlung der Handlungen

"Die widersprüchlichen oder einheitlichen Handlungen sammeln sich in dir an. Wenn du deine Handlungen innerer Einheit wiederholst, kann dich nichts mehr aufhalten."

Dieser Grundsatz besagt, dass sich jede vollzogene Handlung im Gedächtnis einprägt und von dort aus die weiteren Wege beeinflusst. Demzufolge bildet die Wiederholung von Handlungen, die zu innerer Einheit führen oder Widerspruch erzeugen, ein Verhalten, das die späteren Handlungen in eine der beiden Richtungen lenken wird. Die Handlungen innerer Einheit zu wiederholen bedeutet, die Grundsätze im täglichen Leben anzuwenden.
Hier wird auch erklärt, dass es nicht um die Wiederholung einer spezifischen Handlung (oder eines isolierten Grundsatzes) geht, sondern um eine Gesamtheit von Handlungen innerer Einheit.
Wenn wir alle Grundsätze anwenden, finden wir eine umfassende Disziplin,
die unseren leidenden Zustand in ein neues Leben mit zunehmender innerer Einheit und somit wachsendem Glücklichsein verwandelt.
Es kommt vor, dass das Leben eines Menschen oder einer größeren Menschengruppe auf einer Ansammlung widersprüchlicher Handlungen aufgebaut ist. Es kann sogar sein, dass sich eine Zeitlang günstige Ergebnisse daraus ergeben. Jedoch wird früher oder später alles zusammenstürzen, weil die Grundlage eines solchen Lebens falsch ist. Die Menschen sehen oft nur die vorübergehenden, günstigen Ergebnisse, erfassen aber nicht den ganzen Prozess dieses Lebens und vor allem nicht sein absurdes Ende.